- Indischer Führerschein
- Für Klasse C/CE nicht umschreibbar
- Erforderlich
- EU-Fahrerlaubnis C/CE und Grundqualifikation (Code 95)
- Sonderregel
- § 24a BeschV für Berufskraftfahrer
Warum Fahrer ein Sonderfall sind
Für Berufskraftfahrer gibt es eine eigene Regel in der Beschäftigungsverordnung. Sie erlaubt die Beschäftigung von Fahrern aus Drittstaaten, wenn sie eine EU-Fahrerlaubnis und die Berufskraftfahrerqualifikation besitzen oder diese in Deutschland erwerben. Damit hängt der gesamte Weg an zwei Dingen: Fahrerlaubnis und Grundqualifikation.
Indische Führerscheine für schwere Nutzfahrzeuge werden in Deutschland nicht einfach umgeschrieben. Die Fahrer müssen Theorie- und Praxisprüfung ablegen — auf Deutsch oder, je nach Fahrerlaubnisbehörde, in einer zugelassenen Fremdsprache. Hinzu kommt die beschleunigte Grundqualifikation bei der IHK.
Der realistische Ablauf
Von der Einreise bis zum ersten Einsatz vergehen erfahrungsgemäß drei bis sechs Monate. Die Fahrschulkosten trägt in der Regel der Arbeitgeber.
- Auswahl erfahrener Fahrer mit Nachweis der Fahrpraxis und sauberer Fahrhistorie
- Deutschkurs in Indien, mindestens A2, besser B1
- Einreise mit Aufenthaltstitel zum Erwerb der Fahrerlaubnis und Qualifikation
- Fahrschule, Prüfungen und Grundqualifikation in Deutschland
- Eintrag Code 95 und Beginn als Berufskraftfahrer
Was indische Fahrer mitbringen
Fahrer mit Erfahrung im Fernverkehr Indiens oder in den Golfstaaten sind lange Strecken, schwierige Straßen und schwere Lasten gewohnt. Was neu ist: digitaler Tachograph, Lenk- und Ruhezeiten nach EU-Recht, Ladungssicherung nach deutschen Vorschriften und die Kommunikation mit Disposition und Kunden. Diese Inhalte bereiten wir vor der Einreise vor.
Gut geeignet sind Speditionen mit festen Touren oder Werksverkehr, bei denen sich neue Fahrer in bekannte Abläufe einarbeiten können.
Häufige Fragen
Kann ein indischer LKW-Fahrer sofort fahren?
Nein. Er muss die deutsche Fahrerlaubnis C/CE und die Grundqualifikation erwerben. Das dauert nach der Einreise meist drei bis sechs Monate.
Wer bezahlt die Fahrschule?
In der Praxis der Arbeitgeber. Viele vereinbaren eine angemessene Bindung, die arbeitsrechtlich zulässig sein muss.
Gibt es Prüfungen auf Englisch?
Einige Fahrerlaubnisbehörden lassen die Theorieprüfung in Fremdsprachen zu. Für die Arbeit selbst sind Deutschkenntnisse dennoch unerlässlich.
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