- Maßgeblich
- Schreibweise im Reisepass
- Häufige Besonderheit
- Kein Nachname, nur Vorname, oder Initialen vorangestellt
- Anrede
- Im Zweifel fragen, wie jemand angesprochen werden möchte
Verschiedene Systeme
In Nordindien haben viele Menschen Vorname und Familienname wie in Deutschland. Sikhs tragen häufig Singh bei Männern und Kaur bei Frauen als Namensbestandteil, manchmal zusätzlich zu einem Familiennamen. In Südindien ist es verbreitet, den Namen des Vaters oder des Herkunftsorts als Initial voranzustellen, etwa »R. Kumar«, und manche Menschen haben gar keinen Familiennamen im europäischen Sinn.
Hinzu kommen Namen, die je nach Sprache unterschiedlich in lateinische Schrift übertragen werden. Derselbe Name kann in Zeugnissen, Pass und Arbeitszeugnissen verschieden geschrieben sein.
Was für Verträge und Systeme gilt
Abweichende Schreibweisen sind eine der häufigsten Ursachen für Verzögerungen bei Visum und Anerkennung.
- Immer die Schreibweise im Reisepass verwenden, Buchstabe für Buchstabe
- Bei nur einem Namen im Pass: Wie die Behörde ihn erfasst, im Visum prüfen
- Abweichende Schreibweisen in Zeugnissen mit einer Erklärung zur Namensidentität belegen
- Personalsysteme so einrichten, dass fehlende Nachnamen nicht zu Fehlern führen
- In Bankkonto, Krankenkasse und Lohnabrechnung dieselbe Schreibweise verwenden
Im Alltag
Im Betrieb ist die beste Regel einfach: fragen. Viele Kollegen aus Indien nutzen einen Rufnamen oder eine Kurzform. Wer den Vornamen richtig ausspricht oder nachfragt, wie es richtig ist, zeigt Respekt — und vermeidet, dass sich jemand aus Höflichkeit dauerhaft falsch anreden lässt.
Häufige Fragen
Was tun, wenn ein Bewerber keinen Nachnamen hat?
Den Namen genau wie im Pass übernehmen und prüfen, wie Visum und Behörden ihn erfassen.
Was bedeuten Singh und Kaur?
Namensbestandteile, die viele Sikhs tragen: Singh bei Männern, Kaur bei Frauen.
Welche Schreibweise gilt?
Immer die im Reisepass, in allen Verträgen und Systemen gleich.
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